Samstag, 25. März 2017

Was am schönsten war beim Festival

«.. in dem sich die MaerzMusik als Plattform a) für experimentellen Film, b) für gegenwärtige musikalische Ratlosigkeit und c) für mittelalterliche Gesangskunst gleichermaßen präsentierte. Wobei c dann bedenkenswerterweise am schönsten war.»
(Thomas Mauch: Chillout-Zone für die Ohren in der Rubrik Ausgehen und Rumstehen. taz.berlin vom 21. März 2017)

Montag, 20. März 2017

Und was liegt in der Bahnhofs-„Lounge“ der DB aus

unter einem halben Dutzend an Illustrierten?
„Auto-Bild“

Dienstag, 7. März 2017

Sprache und Sprachlosigkeit der Bahn

Im ICE liegt «Ihr Reiseplan / Your Travel Guide» aus; darin steht unter den Anschlüssen in Berlin Südkreuz (in der bei der DB beliebten asyndetischen Syntax und Interpunktion):
« IC Busse Richtung Breslau, Kattowitz und Krakau fahren ab dem Omnibusbahnhof Berlin Südkreuz am Hildegard-Knef-Platz. Die Haltestelle erreicht man über den Ausgang der Eingangshalle West (Schöneberg / Naumannstraße / Hildegard-Knef-Platz). »
Danach folgt eine englische Übersetzung (« IC Busses to Wrocław, Katowice and Krakow (sic!) ...) ».
Sehen wir einmal von Deutschen ab, die ja keiner Übersetzung bedürfen: Was mögen das für Menschen sein, die aus dem innerdeutschen ICE (Binz – München) in Berlin in einen Reisebus nach Wrocław, Katowice und Kraków umsteigen? Natürlich auch, unter anderen, angelsächsische Touristen und Geschäftsleute. Aber ich stelle mir vor, daß es mehr Polen – Geschäftsleute, Arbeitnehmer, die in Deutschland arbeiten, vielleicht auch einige Touristen – sein dürften als Angelsachsen. Warum also eine englische Übersetzung und keine polnische? Einfache Gedankenlosigkeit oder die unter Deutschen so verbreitete Mißachtung der Polen?

Wo ist die kfd geblieben?

Eine Pfarrkirche am untersten Niederrhein. In der Sakristei sehe ich eine Fahne, auf der «kfd», «1908» und «1983» zu lesen ist – offensichtlich gestiftet zum 75jährigen Jubiläum. Wo aber ist die Fahne von 2008, zu 100jährigen? Ich sehe sie nicht.
Immerhin, das Netz verrät, daß es die lokale kfd doch noch gibt.

Samstag, 25. Februar 2017

Es ist nicht erfreulich für einen Katholiken,
den Papst zu kritisieren

– aber wenn es sachlich richtig und wenn es wichtig ist, ist es erlaubt – die heilige Katharina von Siena hat es seinerzeit mit so harten Worten getan, wie wohl kein heutiger frommer Katholik es wagte.
Ein Aufruf geht durchs Netz, von achtenswerten Menschen unterschrieben: „Sine Dubiis – Wir gehen mit Papst Franziskus!“ (ursprünglich „Sine Dubiis“, der aber solche Kritiklosigkeit fordert.
Schon einmal habe ich dieser Haltung widersprochen, im Hinterzimmer der Bloggözese (in taîs emoû, nicht in den öffentlicheren Allotria), eben weil es ist erfreulich nicht, den Papst zu kritisieren.
Aber ich will hier gar nicht den Papst kritisieren, sondern den Aufruf: «Wir distanzieren uns ausdrücklich von den sogenannten Dubia, die suggerieren, Amoris Laetitia stelle einen Bruch des Lehramtes hinsichtlich der Ehepastoral dar.»
Daß das in der Tat nicht der Fall ist, habe ich selber bereits geschrieben. Aber die Dubia sind eine legitime Art der Äußerung gegenüber dem Pappst; die Dubia vierer Kardinäle, von denen zwei zu jenen „großen Kardinälen“ gehören, die Mons. Ratzinger ausdrücklich als solche bezeichnet hat. Diese Kardinäle so abzuwerten ist nicht zu rechtfertigen.
Das Unheilvolle ist freilich nicht der Text von Amoris Laetitia, wohl aber sein weitverbreiteter Mißbrauch, der die Zweifel dieser Kardinäle sehr begründet, ein entstellender Mißbrauch, der, wie Sandro Magister berichtet (in drei Sprachen, leider nicht auf deutsch), den Eindruck erweckt, er werde offiziell gefördert.
Daher sind, um Klarheit zu schaffen, die Dubia dieser Kardinäle berechtigt und hilfreich.
Was wiederum Sandro Magister anführt, ist, daß einst diese Klarheit Mons. Bergoglio im Sinne der vier Kardinäle hergestellt hat, was heute aber Papst Franziskus noch nicht wiederholt hat.

Montag, 14. November 2016

Liturgischer Ikonoklasmus

Ein Muslim als Ministrant in päpstlicher Liturgie – natürlich hat Pietro C. recht mit seiner Bewertung; hinzuzufügen bleibt, daß der doch wohl christliche Ministrant neben dem Muslim (dieser ist in der Mitte des Bildes) noch mehr als geistig ferner Zuschauer erscheint.

Samstag, 5. November 2016

Ist im Netz alles zu finden?

«Ich trete der voraussichtlichen Behauptung entgegen, ich hätte die Monarchie mit mir davongetragen. Weder ich noch jemand anderer hat Schultern stark genug, um eine Monarchie davonzutragen. Verschwinden Monarchien, so geschieht es, weil sie sich selbst aufgeben.»
Die großen Worte, die der Fürst v. Metternich bei seiner Entlassung aus dem Amt gesprochen hat, wollte ich einmal umwidmen, darum habe ich sie im Netz gesucht.
Und siehe, im weltweiten Gewebe waren sie an einer einzigen Stelle zu finden, und auch da nicht vollständig.