Samstag, 7. Mai 2022

Schutz von Ehe und Familie

«Nolite confidere in principibus, in filiis hominum, in quibus non est salus» (Ps. 145, 2, 3) – nein, Politikern oder Parteien vertraue ich nicht. Doch suchen kann ich, wo etwas Gutes zu finden ist.
Angesichts dessen, wie deutsche Ausländerbehörden wieder und wieder gegen die Vorgaben aus Naturrecht und christlicher Moral verstoßen, etwa Familien zerstören, sind Maßnahmen der neuen Bundesregierung begrüßenswert, ist eine „Vorgriffsregelung“ wünschenswert.

Montag, 25. April 2022

Dialog zwischen der „Internationalen“ und Friedrich Schiller

Emil Luckhardt: Die Internationale (1910)
/ Friedrich Schiller:
Das Lied von der Glocke (1799)
Die Internationale:
«Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stets man noch zum Hungern zwingt!
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
Alles zu werden, strömt zuhauf!
...
Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!»
Die Glocke:
«Wenn sich die Völker selbst befrein,
Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.
Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocke Strängen
Der Aufruhr, dass sie heulend schallt
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.
Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher,
...
Gefährlich ist's, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt’ und Länder ein.»
Die Internationale:
Da «rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.»


Friedrich Schiller war Historiker und Zeitzeuge einer Revolution.

Montag, 7. März 2022

Im Priesterseminar

in Wigratzbad ein Fest I. Klasse (Hochfest); anderswo muß es sich leider dem Fasttag unterordnen oder ist gar – NOM – weit weg verschoben worden.
Nichtsdestoweniger aber:
Herzliche Glückwünsche!

Samstag, 12. Februar 2022

Laien fordern Mitsprache bei der Rückkehr von Kardinal Woelki

«Nach einem Beschluss der Versammlung sollen Gläubige an der Berufung von Bischöfen beteiligt werden. In Köln werden Forderungen laut, per Votum über die Rückkehr von Kardinal Rainer Maria Woelki zu entscheiden.» (t-online)
Das Problem: Würden nur Gläubige an der Berufung von Bischöfen beteiligt, in diesem Fall an der Rückkehr von Kardinal Rainer Maria Woelki, oder auch ganz andere, Synodalniki etwa?

Siehe ferner: Nachbemerkungen zu den Nachbemerkungen zur Münchener Mißbrauchsstudie

Montag, 27. Dezember 2021

Mein Vater unter den Heiligen

Da ist mein Namenspatron; es ist der jüngere der beiden Bischöfe von York meines Namens. Warum der jüngere und nicht der vielfach bekanntere ältere? Ich weiß es nicht; eine Ordensschwester hat ihn mir zugeordnet, als meine Eltern sie fragten, und ich habe ihn gerne angenommen.
Da ist mein Ehepatron, der selige Bischof Clemens August; bei seinem Grab haben wir uns einst die Verlobungsringe angelegt.
Und da ist mein Vater unter den Heiligen – diese Bezeichnung kenne ich nur aus der orthodoxen Kirche, aber ich verwende sie gerne, denn von Jugend an stand mir der heilige Apostel und Evangelist Johannes besonders nahe.

«Ein ungerechtes Gesetz ist kein Gesetz»

Diesen Satz hat Martin Luther King 1963 in einem offenen Brief an die weißen Geistlichen der Stadt zitiert und Augustinus zugeschrieben. Seither wurde er oft zitiert, auch durch einen Hollywoodfilm popularisiert, jedoch immer ohne Quellenangabe.
Woher also stammt das Zitat?
Nicht bei Augustinus, sondern bei Francisco Suárez wurde ich fündig: in seinem Tractatus de legibus ac legislatore Deo, Liber III, Cap. XXII, 1 steht: «ut autem aliqua sit vera lex, oportet ut habeat conditiones essentiales legis 1.1. positas, et præsertim ut justa et rationabilis sit, quia lex injusta non est lex, et consequenter neque obligare potest in conscientia, juxta dicta in eodem lib. 1 – damit aber etwas ein wahres Gesetz sei, ist es erforderlich, daß es die wesentlichen Bedingungen für ein Gesetz erfüllt, wie sie unter 1.1. stehen, und vor allem, daß es gerecht und vernunftgemäß sei, weil ein ungerechtes Gesetz kein Gesetz ist, und es kann folglich auch nicht im Gewissen verpflichten, dem entsprechend, was in demselben Buch 1 gesagt ist.»
Wieso also Augustinus?
Der Verweis in diesem Zitat «1.1. positas» meint Liber I, Cap. I, 6 dieses Tractatus, wo Francisco Suárez Augustinus zitiert: «et Augustinus, lib. 1 de Lib. arb., cap. 5: Mihi lex esse non videtur, quæ justa non fuerit.» Und dort, in Augustinus’ Dialog De libero arbitrio Liber I, Cap. V. / 11., steht, Augustinus schreibt diese Worte sich selbst zu: «Num istas leges injustas, vel potius nullas dicere audebimus? Nam mihi lex esse non videtur, quæ justa non fuerit. – Werden wie diese Gesetze etwa ungerecht oder eher nichtig zu nennen wagen? Denn mir scheint es kein Gesetz zu sein, was nicht gerecht ist.»

Mittwoch, 29. September 2021

LXVII

Zwölf ist die Zahl der Kirche, die Zahl der Apostel, präfiguriert in der Zahl der Stämme Israels. Sieben ist die Zahl des Heilswirkens, die Zahl der Sakramente, präfiguriert in der Zahl der Tage des Schöpfungswerks. Zusammen ergibt das 19. Verdreifacht unter dem Wirken der Dreifaltigkeit sind das 57.
Herzlichen Glückwunsch!