Montag, 10. Mai 2021

Meteorologisches Sanctorale

Dem Hochfest der Himmelfahrt weichen alle Heiligenfeste; darum fällt in diesem Jahr St. Servatius aus. Daher beschränken sich die Eisheiligen in diesem Jahr auf Mittwoch, Freitag und Samstag.
Frohes Frösteln!

Mittwoch, 17. Februar 2021

Mittwoch, 27. Januar 2021

Neuer Bundesvorsitzender der CDU

ist der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.
Als Ministerpräsident hat er zusammen mit seinem Wirtschaftsminister ein wunderliches „Belastungsmoratorium für die Wirtschaft“ in den Bundesrat gegeben. In seinem neuen Amt braucht er auf keinen solchen Koalitionspartner Rücksicht zu nehmen; so ist zu hoffen, daß er nun für Maßnahmen wird stehen können, die eher den christlichen Ursprüngen seiner Partei entsprechen.

Mittwoch, 20. Januar 2021

Schulsport

Der Turnunterricht, im nationalistischen Milieu der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts verwurzelt, von Preußen ausgehend, wollte die Wehrhaftigkeit des Volkes stärken.
Und heute heißt das Schulsport.
«Zur Begründung des Schulsports mußten wir Schüler immer wieder hören, Bewegung sei gesund, darum müsse Schulsport sein.
So stellt sich die Frage, was Sport mit Bewegung zu tun hat. Im Blick auf den Schulsport jedenfalls ist die Antwort leicht. Es gab die sogenannte Leichtathletik: wir mußten lange anstehen, um dann 50, 75 oder gar 100 m zu laufen, um einen Sprung zu tun oder etwas zu werfen oder (Kugel) zu „stoßen“.
Andererseits gab es Geräteturnen: da standen ein „Reck“, ein „Barren“ oder ein Kasten, oder da lagen einige Matten; wir standen lange davor an, um dann eine kleine Übung auszuführen oder (ich) es zumindest zu versuchen.
Schulsport hat wenig mit Bewegung zu tun, umso mehr mit Anstehen.» (Was ist eigentlich abendländisch? E&E 20, S. 44)

Montag, 4. Januar 2021

Das Bedeutsame in der Liturgie

Was oft schon früher, jetzt aber mir innerhalb von sieben Tagen an zwei ganz verschiedenen Orten zweimal aufgefallen ist, gibt Anlaß zu einer grundsätzlichen Bemerkung:
Was in der Liturgie bedeutsam ist

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Am Fest der Hl. Familie

Die Lesung ist aus Kol. 3, 18 f.: «Ihr Frauen, ordnet euch den Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt! Ihr Männer, liebt die Frauen und seid nicht erbittert gegen sie!» (welch eine Lesung zum Fest der Hl. Familie! – als müsse dem heiligen Joseph das gesagt werden!)
Ein schwieriger Lesungstext. Theologisch ihn zu erklären vermag ich nicht. Doch mir bleibt es, aus der Erfahrung des Therapeuten und Eheberaters etwas zum Verständnis beizutragen.
Es gibt Ehen, in denen Gewalt herrscht; da ist es fast immer der Mann, der die Oberhand hat. Es gibt Ehen, in denen Kränkung, Demütigung herrscht; auch das geht überwiegend vom Manne aus. Das alles sollte unter Christen ausgeschlossen sein, wird in diesem Text vom Vers 19 scharf verworfen.
Doch in Ehen, in denen es Gewalt und Demütigung ferne sind, hat meistens die Stimme der Frau das Übergewicht. Früher war es noch ausgeprägter, institutionalisiert: als mein Großvater geheiratet hat, hat er meiner Großmutter das Portemonnaie übergebe; fortan bekam er von ihr Taschengeld zugeteilt, ebenso wie später dann mein Vater von meiner Mutter.
Heute ist es für den Berater immer wieder zu erleben, daß Männer von der Forderung ihrer Frauen, Probleme anzusprechen und durchzudiskutieren, eingeschüchtert sind, daß sie sich verbal unterlegen fühlen, sich dem aber auch nicht einfach entziehen können, daß mit diesen Mitteln die Frauen im Eheleben zu bestimmen vermögen.
Ich sehe in der Forderung des heiligen Paulus im Vers 19 das Bemühen um Gleichgewicht in der Ehe.

Dienstag, 27. Oktober 2020

Eine kalte Geschichte:
Der Mythos von 18°

Seit der Schulzeit hörte ich immer wieder, daß die Temperatur, bei der man sich am wohlsten fühlt, 18° sei. Und immer wieder mußte ich feststellen, daß bei 18° nur die Erreger von Erkältungen sich wirklich wohl fühlen. Woher kommt also der Mythos von 18° als Wohlfühltemperatur?
«Etwa null Grad Réaumur» steht in einer «kalten Geschichte» von Wilhelm Busch. Zu dessen Zeit, der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts, maß man die Temperatur in Deutschland nicht nach Celsius, sondern nach Réaumur. 18°R aber sind 22,5°C – und das ist schon eine Temperatur, bei der man sich – jedenfalls wenn man die Ansprüche des XIX. Jahrhunderts hat – wohlzufühlen beginnt.