Berlin sei nicht Posemuckel, befand der Automobil-Manager Edzard Reuter, als man versuchte, das wiedervereinigte Berlin im Stil „Berlinischer Architektur“ auszubauen.
Posemuckel: damit kann schwerlich ein Landstädtchen gemeint sein, in dem die Bürger seit jeher zufrieden im Einklang mit sich und ihrer Stadt leben; denn das taugte nicht als abschreckender Vergleich. Posemuckel kann nur eine Stadt meinen, die nicht sie selber sein will, in diesem Fall ein Berlin, das nicht Berlin sein will, sondern etwas anderes, ein Provinz-Manhattan.
Doch mit jener Phrase trug Edzard Reuter, legitimiert durch den Namen des legendären Berliner Bürgermeisters, dazu bei, daß, besonders beherzt am Potsdamer Platz, Berlin versuchte, ein Provinz-Manhattan zu sein, und sich so zu Posemuckel machte.
Und nun Stuttgart 21. Hier ist das Unterfangen noch viel ambitionierter. Der architektonischen Qualität des Bonatz-Baus des Hauptbahnhofs hatte ganz Berlin (soweit meine bescheidene Kenntnis der Stadt reicht) nichts zur Seite zu stellen. Und man hat da den Mut gefunden, um eines technisch unhaltbaren Neubaus willen diesen Bonatz-Bau zu ruinieren und dabei auch noch den benachbarten Schloßpark zu ramponieren.
Und nun hätte man erwarten dürfen, daß der große Posemucklomache Reuter, durch den Automobil-Konzern auch Stuttgart verbunden, seine Stimme zugunsten von Stuttgart 21 erhebt: «Stuttgart ist nicht Posemuckel!» – und so der Apoposemucklosis der Stadt seinen Beifall spendet.
Und nun lese ich, der Mann hat ein Buch geschrieben, in dem ein ganzes Kapitel gegen Stuttgart 21 anredet.
Donnerstag, 5. November 2015
Mittwoch, 4. November 2015
Nachrichten vom Fett: Eine neue und alte, gute und eine schlechte
Die alte, schlechte Nachricht (über drei Jahrzehnte alt):
Fett, vor allem tierisches, schade der Gesundheit, löse Herz- und Kreislauferkrankungen aus, so lehrte die FDA, die US-amerikanische Gesundheitsbehörde, der, natürlich, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ergeben folgte; darum solle man weder Eier noch Butter essen, an Milch nur Magermilch und Magermilchprodukte zu sich nehmen und fettes Fleisch meiden – weshalb Generationen wissenschaftsgläubiger Gesundheitsfanatiker das Andenken zum Wohl der Menschen aus dem Leben geschiedener Schweine schändeten, indem sie vom Schinken die Fettränder abschnitten.
Die neue, gute Nachricht (wenige Monate alt):
Das alles (ausgelöste Herz- und Kreislauferkrankungen) stimmt gar nicht, hat ein wissenschaftliches Gremium festgestellt, das die FDA berät (von inoffizieller Seite allerdings habe ich das schon vor Jahrzehnten gehört); und erst recht ist Fett gesünder als Ersatzstoffe mit Zucker und Stärke. Darob hat sich sogar schon die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bewegt.
Die alte, gute Nachricht (so alt wie die alte, schlechte):
Ich habe mich nie um die Verdikte von FDA und DGE gekümmert, habe nach Herzenslust Fett gegessen und bin gesund und (die Anhänger des Embonpoint mögen es mir nachsehen) schlank geblieben.
Nicht, daß ich ein ergebener Anhänger der Evolutionstheorie wäre, aber etwas ist ja doch daran. Und darum ist es klar, daß der menschliche Geschmack biologisch sinnvoll ist. Mit anderen Worten: sofern keine Stoffwechselstörung oder Sucht vorliegt, ist das gesund, was gut schmeckt. Und mit dieser Diät fahre ich seit Menschengedenken gut.
Fett, vor allem tierisches, schade der Gesundheit, löse Herz- und Kreislauferkrankungen aus, so lehrte die FDA, die US-amerikanische Gesundheitsbehörde, der, natürlich, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ergeben folgte; darum solle man weder Eier noch Butter essen, an Milch nur Magermilch und Magermilchprodukte zu sich nehmen und fettes Fleisch meiden – weshalb Generationen wissenschaftsgläubiger Gesundheitsfanatiker das Andenken zum Wohl der Menschen aus dem Leben geschiedener Schweine schändeten, indem sie vom Schinken die Fettränder abschnitten.
Die neue, gute Nachricht (wenige Monate alt):
Das alles (ausgelöste Herz- und Kreislauferkrankungen) stimmt gar nicht, hat ein wissenschaftliches Gremium festgestellt, das die FDA berät (von inoffizieller Seite allerdings habe ich das schon vor Jahrzehnten gehört); und erst recht ist Fett gesünder als Ersatzstoffe mit Zucker und Stärke. Darob hat sich sogar schon die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bewegt.
Die alte, gute Nachricht (so alt wie die alte, schlechte):
Ich habe mich nie um die Verdikte von FDA und DGE gekümmert, habe nach Herzenslust Fett gegessen und bin gesund und (die Anhänger des Embonpoint mögen es mir nachsehen) schlank geblieben.
Nicht, daß ich ein ergebener Anhänger der Evolutionstheorie wäre, aber etwas ist ja doch daran. Und darum ist es klar, daß der menschliche Geschmack biologisch sinnvoll ist. Mit anderen Worten: sofern keine Stoffwechselstörung oder Sucht vorliegt, ist das gesund, was gut schmeckt. Und mit dieser Diät fahre ich seit Menschengedenken gut.
Samstag, 3. Oktober 2015
Demonstrieren?
Seit alters her habe ich eine Abneigung gegen Demonstrationen. Aber je abwegiger unsere Politik wird, desto eher ringe ich mich doch dazu durch.
Und dann sind es in einer Woche zwei Anlässe, zwei Gelegenheiten:
am Samstag, den 10. Oktober 2015 in Berlin:
Für einen gerechten Welthandel!
am Sonntag, den 11. Oktober in Stuttgart:
Demo für alle
(kirchgangskompatibel um 14 Uhr)
Also:
sowieso nicht demonstrieren?
oder doch – aber zu welcher der beiden?
oder gar (logistisch anspruchsvoll) zu beiden?
Und dann sind es in einer Woche zwei Anlässe, zwei Gelegenheiten:
am Samstag, den 10. Oktober 2015 in Berlin:
Für einen gerechten Welthandel!
am Sonntag, den 11. Oktober in Stuttgart:
Demo für alle
(kirchgangskompatibel um 14 Uhr)
Also:
sowieso nicht demonstrieren?
oder doch – aber zu welcher der beiden?
oder gar (logistisch anspruchsvoll) zu beiden?
Mittwoch, 30. September 2015
Herzliche Glückwünsche!
.. und vor lauter Flüchtlingsdrama bin ich gestern gar nicht zur zentralen Frage des Tages gekommen:
Was ist eigentlich ein Drittel einer Dreieckszahl (S. 52)?
Im besonderen Fall natürlich das dreifache Gute.
Was ist eigentlich ein Drittel einer Dreieckszahl (S. 52)?
Im besonderen Fall natürlich das dreifache Gute.
Montag, 28. September 2015
Mittwoch, 12. August 2015
Renovatio Europae Christianae
Joseph Ratzinger aus der Sicht eines japanischen Katholiken.
Sicherlich: «den schrankenlosen Individualismus, den Hedonismus» als «(Anmaßungen der) Vernunft» zu sehen erscheint weder vernünftig, noch klingt es mir nach Joseph Ratzinger; und den Kardinal, den Papst mit einem zartgesichtigen Fürsten zu vergleichen, der «mit der Maske des Teufels kämpfte», kann höchstens einem Ostasiaten einleuchtend erscheinen.
Dennoch: davon abgesehen ein kundiger Überblick.
Sicherlich: «den schrankenlosen Individualismus, den Hedonismus» als «(Anmaßungen der) Vernunft» zu sehen erscheint weder vernünftig, noch klingt es mir nach Joseph Ratzinger; und den Kardinal, den Papst mit einem zartgesichtigen Fürsten zu vergleichen, der «mit der Maske des Teufels kämpfte», kann höchstens einem Ostasiaten einleuchtend erscheinen.
Dennoch: davon abgesehen ein kundiger Überblick.
Freitag, 17. Juli 2015
Ein Levitenamt – ?
So kann eine Messe im Novus Ordo aussehen:
Primizmesse in Slowenien
(aus Primera Misa en Eslovenia. Acción Litúrgica, 17. Juli 2015
Primizmesse in Slowenien
(aus Primera Misa en Eslovenia. Acción Litúrgica, 17. Juli 2015
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