Ein schwarzes Auto einer sehr deutschen Marke, darauf, unterlegt von einem weißgrau umrandeten Tatzenkreuz, das an die bekannte deutsche Kriegsauszeichnung erinnert, eine Aufschrift in weißgrauer Fraktur – das Herrchen dieses Autos scheint rechts-national orientiert zu sein.
Die Aufschrift: „Deutsches Kulturgut“. Nur: „Deutsches“ ist an beiden Stellen mit rundem „s“ geschrieben. Solche Orthographie gehört wahrlich nicht zum deutschen Kulturgut.
Donnerstag, 22. August 2013
Montag, 12. August 2013
Mensch und Tier
kolumne@taz.de:
Liebe Frau Stokowski,
wie sie die vorgebliche Gleichheit von Mensch und Tier ad absurdum führen, ist brillant. Vielen Dank!
Andererseits: die Folgerungen – warum in aller Welt sollte ich eine dauerhaft glückliche Ehe schwer beschädigen um ephemerer Vergnügungen willen? (ganz abgesehen davon, daß ich damit rechnen müßte, vor allem durch Abweisungen gekränkt zu werden.)
Freundlich grüßt
Phileirenos
Liebe Frau Stokowski,
wie sie die vorgebliche Gleichheit von Mensch und Tier ad absurdum führen, ist brillant. Vielen Dank!
Andererseits: die Folgerungen – warum in aller Welt sollte ich eine dauerhaft glückliche Ehe schwer beschädigen um ephemerer Vergnügungen willen? (ganz abgesehen davon, daß ich damit rechnen müßte, vor allem durch Abweisungen gekränkt zu werden.)
Freundlich grüßt
Phileirenos
Mittwoch, 7. August 2013
Entmystifizierung der doppelten Staatsbürgerschaft
Wenn Ausländer eingebürgert würden, könne man von ihnen doch nicht verlangen, ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft aufzugeben, die ihnen so wichtig sei, sozial oder emotional; darum also sei doppelte Staatsbürgerschaft vonnöten.
Und nun in der tageszeitung ein Interview mit einem Türken, der die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und die türkische aufgegeben hat:
« Was hält eigentlich Ihre Mutter davon, dass Sie jetzt deutscher Staatsbürger sind?
Die würde diese Diskussion nicht verstehen. Dieses Stück Papier ist bei uns so nachrangig, das kann man sich gar nicht vorstellen! Meine Mutter käme nie auf die Idee, mich für weniger türkisch zu halten, weil ich einen deutschen Pass habe.
…
Sehen Sie das auch so locker?
Ich finde die Diskussion darüber, wo man hingehört und was der Pass darüber aussagt, absurd.
Wo gehören Sie hin?
Zu meiner Familie, zu meinem großartigen Umfeld, auf das ich mich immer verlassen kann. »
Und nun in der tageszeitung ein Interview mit einem Türken, der die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und die türkische aufgegeben hat:
« Was hält eigentlich Ihre Mutter davon, dass Sie jetzt deutscher Staatsbürger sind?
Die würde diese Diskussion nicht verstehen. Dieses Stück Papier ist bei uns so nachrangig, das kann man sich gar nicht vorstellen! Meine Mutter käme nie auf die Idee, mich für weniger türkisch zu halten, weil ich einen deutschen Pass habe.
…
Sehen Sie das auch so locker?
Ich finde die Diskussion darüber, wo man hingehört und was der Pass darüber aussagt, absurd.
Wo gehören Sie hin?
Zu meiner Familie, zu meinem großartigen Umfeld, auf das ich mich immer verlassen kann. »
Freitag, 26. Juli 2013
Macht Leiden schmerzfrei?
«Schmerzfrei durch Osteopathie» lese ich auf Plakatwänden, zu Deutsch also: «Schmerzfrei durch Knochenleiden».
Freitag, 7. Juni 2013
Wo dürfen wir wohnen?
Im rassistischen Südafrika wurden Schwarze aus ihren Dörfern vertrieben, um sie in Bantustans anzusiedeln, in Rumänien wurden unter Ceaucescu deutschstämmige Landesbürger aus ihren Dörfern vertrieben, um die deutschen Regionen zu romanisieren, in Tanzanien wurden unter Präsident Julius Nyerere Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, um am neuen Ort eine neue Gesellschaft nach dem Geschmack der Regierung zu schaffen. Zu welchem Zweck dürfen hierzulande Menschen aus ihren Wohnvierteln vertrieben werden (einmal abgesehen vom Braunkohletagebau)? Lesen Sie nach bei Orietur Occidens!
Mittwoch, 5. Juni 2013
OB-Wahlkampf
Weit vor mir sehe ich ein Wahlplakat: «Wirtschaft steuern». Interessant.
Ich komme näher, und nun lese ich: [groß:] Wirtschaft [klein:] fördern! [groß:] Steuern [klein:] senken!»
Es ist, sehe ich nun auch, von unserer örtlichen rechtshalbradikalen Partei. Demnächst werden sie sicher «PRO» mit drei Pünktchen schreiben.
Ich komme näher, und nun lese ich: [groß:] Wirtschaft [klein:] fördern! [groß:] Steuern [klein:] senken!»
Es ist, sehe ich nun auch, von unserer örtlichen rechtshalbradikalen Partei. Demnächst werden sie sicher «PRO» mit drei Pünktchen schreiben.
Dienstag, 4. Juni 2013
Botschaft aus dem Wallis
«Im Vorfeld der Firmung zeigte sich der Bischof höchst autoritär und ... Der Bischof blieb in seiner Haltung hart und die Messe fand nach rein liturgischen Kriterien statt.» [aufgefunden dank kath.net/Fettdruck von mir]
Ein Schrecken für einen Walliser Redakteur.
Ein Schrecken für einen Walliser Redakteur.
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