Dienstag, 16. April 2013

Warum nur hier?
oder:
Die Freundlichkeit der Päpste

Es war mir ein wichtiges Anliegen, vor einer Woche das Beileid dem zu widmen, der es verdient hat. Aber ich habe diesen Text nur in Tà emoû und in die Moralia gestellt, nicht an die etwas sichtbarere Stelle in den Allotria (Dank sei Dilettanto, der das etwas ausgeglichen hat). Mein Grund: der letzte Satz läßt sich als Kritik am Papst lesen – das aber will ich nicht.
Wie schon gesagt: er hat das schwere Los, Nachfolger eines großen Vorgängers zu sein. Und so wird er gelobt vor allem von denen, die ihn gegen seinen Vorgänger und gegen das Papsttum überhaupt ausspielen wollen. Ich nun will ihn nicht im Gegenzug zu bekritteln suchen.
Die Sache ist in meinen Augen die: eine hohe Tugend ist das große Laster der Päpste – die Freundlichkeit. Johannes Paul II. zeigte sich scheinbar einträchtig Seite an Seite mit dem mörderischen Gewaltherrscher und Marktliberalisierer Pinochet; Benedikt XVI. ließ einmal der Atomindustrie ein Grußwort zukommen, das, inhaltlich gedeutet, schlimm wäre. Da reiht sich nun die Beileidskundgebung Franciscus’ I. ein.
Warum aber für Frau Thatcher, nicht jedoch für Herrn Schreiner? «Und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht», ließ Berthold Brecht in der Dreigroschenoper singen.

Mittwoch, 10. April 2013

Beileid

Zwei Todesfälle im Abstand von zwei Tagen: am Samstag ist Ottmar Schreiner gestorben, am Montag Margaret Thatcher.
Ottmar Schreiner setzte sich für das Wohl der Armen so leidenschaftlich ein, wie Margaret Thatcher sich dagegen einsetzte. Und so war Frau Thatcher erfolgreich, blieb Herr Schreiner erfolglos.
«Erfolg ist kein Name Gottes», hat Martin Buber gesagt. Gerne würde ich berichten, daß die Beileidskundgebungen von Papst und Bischöfen Ottmar Schreiner gälten.

Mittwoch, 27. März 2013

Die endlose Diskussion

Mir scheint, hier hat Pius recht.

Montag, 25. März 2013

Freitag, 4. Januar 2013

«Einseitige und als Wahrheit proklamierte politische Botschaften»

Der „christlich“-soziale Bundesinnenminister Hans-Peter «Friedrich fordert von Kirchen Zurückhaltung in der Politik», so überschreibt die Berliner Morgenpost einen Artikel vom 23 Dezember: der Minister sei «„nicht immer glücklich damit“, wenn Kirchenvertreter „einseitige und als letztgültige Wahrheit proklamierte politische Botschaften“ von der Kanzel verkündeten.»
Doch noch viel weniger glücklich bin ich über einseitige und als Wahrheit proklamierte politische Botschaften, die unqualifizierte Parteipolitiker nicht nur verkünden, sondern gar noch in die Tat umsetzen.

Mittwoch, 28. November 2012

Sie wollen «’s» schon wieder

– so erfährt man jedenfalls durch Plakate, für die der Staat – in Zeiten sparsamer öffentlicher Hände – seine Einnahmen ausgibt.
Was ist «’s»?

Samstag, 3. November 2012

Summorum Pontificum

Doch, das Motu proprio gilt noch, auch wenn ich im deutschen Alltag wenig davon merke.
Aber der gleichnamige Interretis Situs scheint eingegangen zu sein, seit Anfang Juni finde ich dort nichts Neues. Auch ein Ligamen, das ich Anfang des Jahres auf ein Positum dieses Situs gesetzt habe, läuft ins Leere – das immerhin konnte ich jetzt korrigieren, wenn ich auch dort auf technische Probleme stoße (es gibt da kein zurück).
Müssen wir Trauer tragen?