Samstag, 13. Februar 2016
Die Wahrheit verbreiten darf ...
Wenn auch das Bistum Speyer dagegen protestiert: jeder darf die Botschaft des Papstes weitergeben, auch ohne ausdrückliche Zustimmung der Kirche, auch Die Linke darf es.
Non Sedis, sed mentis vacantia
Sie sind wieder unter uns. Ein Mike hat versucht, hier in hanebüchenem Deutsch einen Kommentar ohne jedweden inhaltlichen Zusammenhang zum betroffenen Positum unterzubringen, im Namen von „Our Lady of Eroberung“.
Dienstag, 5. Januar 2016
Der Zug ist ganz pünktlich
Unser Zug hat Verspätung; aber er holt auf. Ganz pünktlich ist der Anschlußzug, der uns nach Köln bringen sollte: um 16.31 hatte er abzufahren; als unser Zug um 16.32 mit nur noch 9 Minuten in Hannover auf dem Nachbargleis ankommt, ist von ihm schon nichts mehr zu sehen.
Aber eine Stunde später fährt der nächste Zug nach Köln, und auch der fährt pünktlich ab (was allerdings durchaus nicht heißt, daß er in Köln auch pünktlich ankäme).
Aber eine Stunde später fährt der nächste Zug nach Köln, und auch der fährt pünktlich ab (was allerdings durchaus nicht heißt, daß er in Köln auch pünktlich ankäme).
Samstag, 2. Januar 2016
Mikroplastik in der Kosmetik, Reserveantibiotika in der Viehzucht
Zwei Meldungen in der tageszeitung am selben Tag (28. 12. 2015):
Die Bundesregierung zieht nach wie vor einen freiwilligen Ausstieg der Industrie aus der – recht sinnlosen – Verwendung von Mikroplastik in Kosmetikprodukten gesetzlichen Regelungen vor.
Und sie verhandlt daran seit Herbst 2013.
Das in einer Zeit, in der nicht nur von einschlägiger Seite wie dem BUND auf die Gefahren hingewiesen wird, sondern auch von Brigitte unter „Beauty“: «Mikroplastik in der Kosmetik verschmutzt Trinkwasser und Meere – und gefährdet Mensch und Tier.» Und: «Aktuelle Erfolgsmeldung aus Amerika: Die Verwendung von Mikroperlen ist dort ab sofort verboten.»
In der Viehzucht ist die Verwendung von Reserveantibiotika stark angestiegen, bei gewissen Mitteln um 50% – von Reserveantibiotika, die für Notfälle reserviert sind, wenn mißbräuchlich verwendet werden, bei infizierten Menschen nicht mehr wirken. «Jedes Jahr sterben rund 15.000 Menschen an antibiotikaresistenten Keimen. Die industrielle Massentierhaltung hat daran einen Anteil», stellte der niedersächsische Agrarminister (dem Tagesspiegel gegenüber) fest.
Diese Gefahren sind seit Jahren wohlbekannt. Allerdings ist nicht Niedersachsen dafür zuständig, sondern der Bund.
Die Bundesregierung zieht nach wie vor einen freiwilligen Ausstieg der Industrie aus der – recht sinnlosen – Verwendung von Mikroplastik in Kosmetikprodukten gesetzlichen Regelungen vor.
Und sie verhandlt daran seit Herbst 2013.
Das in einer Zeit, in der nicht nur von einschlägiger Seite wie dem BUND auf die Gefahren hingewiesen wird, sondern auch von Brigitte unter „Beauty“: «Mikroplastik in der Kosmetik verschmutzt Trinkwasser und Meere – und gefährdet Mensch und Tier.» Und: «Aktuelle Erfolgsmeldung aus Amerika: Die Verwendung von Mikroperlen ist dort ab sofort verboten.»
In der Viehzucht ist die Verwendung von Reserveantibiotika stark angestiegen, bei gewissen Mitteln um 50% – von Reserveantibiotika, die für Notfälle reserviert sind, wenn mißbräuchlich verwendet werden, bei infizierten Menschen nicht mehr wirken. «Jedes Jahr sterben rund 15.000 Menschen an antibiotikaresistenten Keimen. Die industrielle Massentierhaltung hat daran einen Anteil», stellte der niedersächsische Agrarminister (dem Tagesspiegel gegenüber) fest.
Diese Gefahren sind seit Jahren wohlbekannt. Allerdings ist nicht Niedersachsen dafür zuständig, sondern der Bund.
Dienstag, 24. November 2015
Eine Zeitschrift ohne Seite 2
Der Leitartikel „Flüchtlingsdebatte – Anpassung an unsere Grundwerte erforderlich“ der „Zeitschrift des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt“ (3/2015) hatte ein Aufsehen erzeugt, das die Autoren zwang, jene unerfreulichen Töne zu dementieren, welche nicht kompromißlos gutwillige Leser aus diesem Artikel heraushörten.
Dieser Artikel steht auf Seite 2. Im Netz ist heute abend nun dieses Heft ohne Seite 2 zu finden.
Dieser Artikel steht auf Seite 2. Im Netz ist heute abend nun dieses Heft ohne Seite 2 zu finden.
Samstag, 7. November 2015
Erlebnisse beim „Gugeln“
Ganz kurz einmal wollte ich nach dem Ordensgeneral der Jesuiten sehen, und so gebe ich bei „Gugel“ ein, kurz und, wie mir schien, eindeutig: «sj general». In der Tat finde ich den Herrn gleich auf der ersten Seite, aber zuerst erscheint viermal ein kalifornisches Krankenhaus (San Joaquin General Hospital), dann folgen zweimal Leute, die sich auf Facebook «Sj General» nennen. An siebter Stelle endlich kommt der richtige General.
Donnerstag, 5. November 2015
Nachrichten aus Posemuckel: Eine verblüffende Bekehrung
Berlin sei nicht Posemuckel, befand der Automobil-Manager Edzard Reuter, als man versuchte, das wiedervereinigte Berlin im Stil „Berlinischer Architektur“ auszubauen.
Posemuckel: damit kann schwerlich ein Landstädtchen gemeint sein, in dem die Bürger seit jeher zufrieden im Einklang mit sich und ihrer Stadt leben; denn das taugte nicht als abschreckender Vergleich. Posemuckel kann nur eine Stadt meinen, die nicht sie selber sein will, in diesem Fall ein Berlin, das nicht Berlin sein will, sondern etwas anderes, ein Provinz-Manhattan.
Doch mit jener Phrase trug Edzard Reuter, legitimiert durch den Namen des legendären Berliner Bürgermeisters, dazu bei, daß, besonders beherzt am Potsdamer Platz, Berlin versuchte, ein Provinz-Manhattan zu sein, und sich so zu Posemuckel machte.
Und nun Stuttgart 21. Hier ist das Unterfangen noch viel ambitionierter. Der architektonischen Qualität des Bonatz-Baus des Hauptbahnhofs hatte ganz Berlin (soweit meine bescheidene Kenntnis der Stadt reicht) nichts zur Seite zu stellen. Und man hat da den Mut gefunden, um eines technisch unhaltbaren Neubaus willen diesen Bonatz-Bau zu ruinieren und dabei auch noch den benachbarten Schloßpark zu ramponieren.
Und nun hätte man erwarten dürfen, daß der große Posemucklomache Reuter, durch den Automobil-Konzern auch Stuttgart verbunden, seine Stimme zugunsten von Stuttgart 21 erhebt: «Stuttgart ist nicht Posemuckel!» – und so der Apoposemucklosis der Stadt seinen Beifall spendet.
Und nun lese ich, der Mann hat ein Buch geschrieben, in dem ein ganzes Kapitel gegen Stuttgart 21 anredet.
Posemuckel: damit kann schwerlich ein Landstädtchen gemeint sein, in dem die Bürger seit jeher zufrieden im Einklang mit sich und ihrer Stadt leben; denn das taugte nicht als abschreckender Vergleich. Posemuckel kann nur eine Stadt meinen, die nicht sie selber sein will, in diesem Fall ein Berlin, das nicht Berlin sein will, sondern etwas anderes, ein Provinz-Manhattan.
Doch mit jener Phrase trug Edzard Reuter, legitimiert durch den Namen des legendären Berliner Bürgermeisters, dazu bei, daß, besonders beherzt am Potsdamer Platz, Berlin versuchte, ein Provinz-Manhattan zu sein, und sich so zu Posemuckel machte.
Und nun Stuttgart 21. Hier ist das Unterfangen noch viel ambitionierter. Der architektonischen Qualität des Bonatz-Baus des Hauptbahnhofs hatte ganz Berlin (soweit meine bescheidene Kenntnis der Stadt reicht) nichts zur Seite zu stellen. Und man hat da den Mut gefunden, um eines technisch unhaltbaren Neubaus willen diesen Bonatz-Bau zu ruinieren und dabei auch noch den benachbarten Schloßpark zu ramponieren.
Und nun hätte man erwarten dürfen, daß der große Posemucklomache Reuter, durch den Automobil-Konzern auch Stuttgart verbunden, seine Stimme zugunsten von Stuttgart 21 erhebt: «Stuttgart ist nicht Posemuckel!» – und so der Apoposemucklosis der Stadt seinen Beifall spendet.
Und nun lese ich, der Mann hat ein Buch geschrieben, in dem ein ganzes Kapitel gegen Stuttgart 21 anredet.
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