Samstag, 2. Januar 2016

Mikroplastik in der Kosmetik, Reserveantibiotika in der Viehzucht

Zwei Meldungen in der tageszeitung am selben Tag (28. 12. 2015):
Die Bundesregierung zieht nach wie vor einen freiwilligen Ausstieg der Industrie aus der – recht sinnlosen – Verwendung von Mikroplastik in Kosmetikprodukten gesetzlichen Regelungen vor.
Und sie verhandlt daran seit Herbst 2013.
Das in einer Zeit, in der nicht nur von einschlägiger Seite wie dem BUND auf die Gefahren hingewiesen wird, sondern auch von Brigitte unter „Beauty“: «Mikroplastik in der Kosmetik verschmutzt Trinkwasser und Meere – und gefährdet Mensch und Tier.» Und: «Aktuelle Erfolgsmeldung aus Amerika: Die Verwendung von Mikroperlen ist dort ab sofort verboten.»

In der Viehzucht ist die Verwendung von Reserveantibiotika stark angestiegen, bei gewissen Mitteln um 50% – von Reserveantibiotika, die für Notfälle reserviert sind, wenn mißbräuchlich verwendet werden, bei infizierten Menschen nicht mehr wirken. «Jedes Jahr sterben rund 15.000 Menschen an antibiotikaresistenten Keimen. Die industrielle Massentierhaltung hat daran einen Anteil», stellte der niedersächsische Agrarminister (dem Tagesspiegel gegenüber) fest.
Diese Gefahren sind seit Jahren wohlbekannt. Allerdings ist nicht Niedersachsen dafür zuständig, sondern der Bund.